St. Hubertus-Schützenbruderschaft

Reichswalde 1959 e.V.

Hubertusklause

Buchholz 1

47533 Kleve-Reichswalde

Tel. 02821/47367

Der Schützenverein

– Der Schützenverein ... anders ! als andere Vereine –

 

Ein Schützenverein ist mehr als eine Feiergemeinschaft oder Fetenclique und unterscheidet sich grundlegend von anderen Vereinen. Diese Tatsache resultiert aus der Herkunft des Schützenwesens, deren erste Vereine sich bereits um Anno 1300 gegründet hatten um schwere Aufgaben dieser Zeit zu bewältigen.Kriege, Hungersnöte und Pest machten den Menschen zu schaffen. In der Form von Bürgerwehren schafften die Schützengilden eine Abwehr gegen feindliche Krieger, Plünderer und Straßenräuber. Gemeinschaft macht stark - trotz fehlender sozialer Sicherungssysteme, trotz ständiger Willkür und Schikane diverser Fürsten und anderer Aristokraten gelang es den Schützenvereinen der damaligen Zeit, die öffentliche Ordnung einigermaßen aufrecht zu erhalten.

 

Sie waren oftmals die Einzigen, die mit einem geordneten Beerdigungsdienst zur Eindämmung von Pest und Seuchen beitragen konnten. Die Schützen haben seit jeher demokratische Prinzipien vertreten und sind die einzige bürgerliche Vereinigung, die Jahrhunderte Kriege, Seuchen, Hungersnöte und verschiedenen Staatsformen überlebt und sich Ihre Werte und Traditionen erhalten hat.

Brauchtum und Tradition hat nichts mit ewig Gestrigem zu tun. Brauchtum ist gelebte Überzeugung und stößt vielfach – meist aus Unkenntnis oder durch Vorurteile - auf Ablehnung und Unverständnis.

Bräuche sollen uns helfen uns auf unsere Wurzeln zu besinnen und helfen, Gutes und Bewährtes zu erhalten. Wichtig ist es den Sinn des Schützenwesen in seinem Ursprung zu erhalten. Bräuche und Traditionen ändern sich im Wandel der Zeiten, dürfen aber nicht ihrer Wurzeln und ihres Inhalts beraubt werden - sonst wird das Ganze eine Hülle ohne Inhalt... und damit für die Mitglieder wertlos.

Wer Fundamente zerstört bringt jedes Haus zum Einsturz! Es geht also darum die Werte welche das Schützenwesen auszeichnet: Soziales, Kameradschaft, Miteinander, Respekt, Geben und Nehmen , zu erhalten und zu fördern. Das drum herum ist einem Wandel unterworfen und den Gegebenheiten der Zeit anzupassen.

So sieht man beispielsweise allerorten, dass die Schützenfrauen auf dem Vormarsch sind. Das ist nicht nur Folge des rapiden Mitgliederschwunds, sondern man ist sich der Stärke der Frauen bewusst geworden. Jeder Einzelne hat Verantwortung und wird gebraucht! Das Miteinander in den Kompanien ist zum Teil seit Jahrzehnten gewachsen. Solch eine Gemeinschaft gibt Geborgenheit unter Gleichgesinnten mit ähnlichen Wertvorstellungen. In der Gemeinschaft kann man Dinge vollbringen zu denen einzelne Personen nicht fähig sind. Gemeinschaft gibt Halt, Kraft, Ideen, Geborgenheit Diese Gemeinschaft muss aber intensiv gepflegt werden. Es ist richtig und wichtig sich bei aktiven Kameraden zu bedanken. Hier geht es nicht um persönliche Befindlichkeiten, sondern um Respekt vor der Leistung des Anderen. Respektlos ist es allerdings, wenn selbst die näheren Kameraden lieber den Biertresen vorziehen statt der Ehrung beizuwohnen. Mit Gedanken wie „das werden die Anderen schon machen..“ wird ein Verein auf Dauer nicht funktionieren. Der Gedanke: „schließlich hab ich Beitrag bezahlt, ich kann etwas erwarten statt was zu tun..“ führt zum langsamen Sterben des Vereins.

 

In einem Spaßverein ist die Vereinskasse für die Unterhaltung der Mitglieder maßgeblich verantwortlich, ein Schützenverein ist von der Herkunft aber eine Solidargemeinschaft ! Wobei: Spaß und Freude am Vereinsleben soll und muss sein. Allerdings gilt es zu unterscheiden: es gibt die erkaufte Freude ( Spaßverein) oder die Freude und der Spaß am Tun, an der Gemeinschaft, am Erfolg. Die Frage was man will beantwortet auch die Frage wohin man gehört. Auch heute noch hat das Schützenwesen wichtige soziale Aufgaben in der modernen Gesellschaft. Es zeigt Profil indem es Verantwortung für die Allgemeinheit in den verschiedensten Bereichen übernimmt, so wie es seit Jahrhunderten geschehen ist. In Zeiten knapper Kassen und mangelndem sozialem Engagement sind ehrenamtliche Helfer gefragter denn je. In den einzelnen Schützenkompanien entsteht durch Aktivität in vielen Bereichen Zusammengehörigkeitsgefühl und Lebensqualität. Auch das vermitteln und weitergeben von Werten und Bräuchen ist ein wertvoller Gegenpool zur Festigung sozialer Strukturen in dieser Zeit des Wertewandels. So zumindest dort wo Schützenwesen noch lebt und funktioniert. Das es nicht überall so ist, wissen wir. Aber: Schützenverein, - das ist nicht irgend etwas, sondern jeder Einzelne von uns. Schützenverein ist das was wir daraus machen! Dieser Artikel darf auch gerne an andere Schützenkameraden weitergeleitet werden.

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